Symposium „Kreativität hilft!“: Programm und Anmeldeformular online!

StadtLandKultur-Symposium zum Festwochenende 10 Jahre Jazz am Schießberg:

„Kreativität hilft!“ – Wie kulturelle und künstlerische Angebote friedliches Miteinander fördern.

Samstag, 30.09.2017, 10-15:30 Uhr
Forum am Schießberg
Hermann-Hesse-Gymnasium
75365 Calw

Programm (Änderungen vorbehalten)

  • 10:00 Eröffnung
  • 10:15 Kulturelle Angebote für traumatisierte Flüchtlinge (Dr. Rolf Johnen)
  • 10:30 Jazz am Schießberg: Horizonterweitern tut nicht weh (Sybille Körholz, Urs Johnen)
  • 10:45 Bildende Kunst in sozialem Kontext (Lothar Hudy, Doris Stamm)
  • 11:00 Kaffeepause
  • 11:15 Sandkastenarbeit mit Kindern (N.N.)
  • 11:30 Musizieren mit Flüchtlingen (Fausto Ruque, Karin Kriese)
  • 11:45 Theater: Professionelle Theaterarbeit unter dem Einfluss politischer Entwicklungen (Andreas Jendrusch)
  • 12:30 Uhr Mittagspause
  • 13:45 – 15:15 Workshops (Bitte anmelden über Anmeldeformular – siehe unten)
    • Musikworkshop (Karin Kriese/Fausto Ruque)
    • Theaterworkshop (Andreas Jendrusch)
    • Tanzworkshop (Anita Leipersberger)
    • Kunstworkshop (Lothar Hudy, Doris Stamm)
  • 15:15 Abschlussrunde 
  • 15:30 Ende der Veranstaltung

Wir bitten um Anmeldung bis zum 23.09.2017.

>> Hier geht’s zum Anmeldeformular!

Symposium am 1. Juli 2017: Traumatisierten Menschen aus Afghanistan helfen – aber wie?

Traumatisierten Menschen aus Afghanistan helfen – aber wie?

Ein Symposium für Aktive in der Flüchtlingshilfe und die interessierte Öffentlichkeit

Samstag, 01. Juli 2017, 10-14 Uhr
Forum am Schießberg, Hermann-Hesse-Gymnasium Calw

Die Teilnahme ist kostenlos.

Wir bitten um Anmeldung unter info@stadtlandkultur.de oder per Fax an 030 22186092.

Veranstalter: StadtLandKultur e.V. – Netzwerk für gesellschaftliches und kulturelles Miteinander im Landkreis Calw

Rahmenprogramm:

  • Konzert „Radio Kabul“ mit Nasir & Monir Aziz feat. Oli Potratz, 30.06., 20 Uhr (jazzamschiessberg.de)
  • Musikworkshop für jedermann mit Nasir & Monir Aziz sowie Oli Potratz, 01.07., 14 Uhr

Gefördert aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg.

Impulsvortrag 1: Trauma – was ist das eigentlich? Dr. Rolf Johnen, Calw

Psychische Traumatisierung – der Begriff ist heute mehr denn je in aller Munde. Doch was bedeutet das eigentlich? Was ist eine psychische Traumatisierung und welche Folgen hat sie für die Betroffenen? Welche Behandlungsmethoden gibt es und was ist im Umgang mit traumatisierten Menschen zu beachten? Wie können Helfer so für sich sorgen, dass sie nicht selbst in Mitleidenschaft gezogen werden?

Impulsvortrag 2: Wer sind die Flüchtlinge, die zu uns kommen? Dr. Azad Hamoto, Aleppo/München

Die meisten in Deutschland ankommenden Flüchtlinge stammen aus Regionen, in denen seit vielen Jahrzehnten autoritäre Regime das Sagen haben, und in denen Krieg oder bürgerkriegsähnliche Zustände herrschen. Und doch gibt es erhebliche Unterschiede: Individuelle historische und lebensgeschichtliche Hintergründe der verschiedenen Flüchtlingsgruppen führen zu unterschiedlichen Bedürfnissen und bergen Konfliktpotential.

Impulsvortrag 3: Working on my body is serving my country – (Be-)Deutungen des Körpers bei jungen Männern in Afghanistan. Hamid Aaqil Shah, Kabul/Kassel

Die alltägliche Gewalt hat weitreichende Folgen für die Identität von Jugendlichen in Afghanistan und die gesamte dortige Gesellschaft. Wissenschaftler der Internationalen Universität Berlin und des Deutschen Jugendinstituts München untersuchen die Einflüsse der Jahrzehnte des Kriegs und der Flucht auf die Lebensrealität junger Menschen, die mittlerweile über 60% der afghanischen Landesbevölkerung ausmachen.

Podiumsdiskussion:

Was kann für Flüchtlinge aus Afghanistan, die unter posttraumatischen Störungen leiden, unter den aktuellen schwierigen (v.a. politischen) Rahmenbedingungen getan werden? Welche Rolle können kulturelle Angebot und insbesondere die Musik dabei spielen?

Die Referenten:

Dr. med. Rolf Johnen

Facharzt für Psychosomatische Medizin & Psychotherapie, Traumatherapeut und Supervisor

Dr. phil. Azad Hamoto

Kulturvermittler, Wissenschaftler und Hochschuldozent

Hamid Aaqil Shah

Dolmetscher bei der Deutschen Stiftung Friedensforschung und wissenschaftlicher Mitarbeiter des Afghan Youth Projects

Weitere Teilnehmer der Podiumsdiskussion:

Nasir & Monir Aziz, Musiker

Doris Stamm, Bildende Künstlerin

Oliver Potratz, Musiker und Leiter des Deutsch-Afghanischen Musikprojekts Safar

Moderation:

Urs Johnen

Kultur- und Kommunikationsmanager, Musiker, Moderator und Coach
Vorsitzender StadtLandKultur e.V.

StadtLandKultur e.V.

Netzwerk für gesellschaftliches und kulturelles Miteinander im Landkreis Calw

Aus der Satzung: „Zweck des Vereins ist die Förderung von Kunst und Kultur im Landkreis Calw. Der Verein setzt sich insbesondere zum Ziel, Toleranz, Völkerverständigung und friedliches gesellschaftliches und kulturelles Miteinander sowie Integration von Menschen unterschiedlicher ethnischer, geografischer und sozialer Herkunft zu fördern. Dieser Zweck Satzungszweck wird durch Kultur-, Bildungs- und Begegnungsangebote verwirklicht. Dazu gehören unter anderem Angebote und Aufführungen von Musik verschiedener Stilrichtungen, insbesondere Jazz- und Klassikkonzerte, sowie Projekte, Seminare und Workshops in den Bereichen der Darstellenden Künste, der Literatur und der Bildenden Kunst.“

Aktuelle Projekte:

  • „Mitmachen statt nur Zugucken“ – Musikgruppen und -workshops mit Flüchtlingen, Integration von Geflüchteten in Konzert- und Theaterveranstaltungen, Workshops und Seminare für Ehrenamtliche. Das Projekt läuft von 10/2016 bis 12/2017 und wird aus Mitteln des Sozialministeriums Baden-Württemberg gefördert
  • „Jazz am Schießberg“ – Seit über 10 Jahren finden im Forum des Hermann Hesse-Gymnasiums am Schießberg in Calw Konzerte in den Bereichen Jazz, Pop und Weltmusik mit Künstlern aus der ganzen Welt statt. Seit 2017 wird die erfolgreiche Konzertreihe verstärkt von Stadt und Landkreis Calw unterstützt.
  • „Traumatisierten Menschen richtig helfen – aber wie?“ – Seit April 2016 schulen wir Ehrenamtliche, die sich in der Flüchtlingshilfe engagieren, im Umgang mit Menschen, die unter psychische Traumatisierungen und körperlich-seelischer Folgestörungen leiden. Diese Angebote werden von der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg unterstützt. Wir arbeiten außerdem am Aufbau eines „Trauma-Netzwerks“ im Kreis Calw.
  • Theater im öffentlichen Raum – Seit 5 Jahren erkunden wir den Landkreis Calw gemeinsam mit professionellen Schauspielern auf Theaterspaziergängen, -wanderungen und -kutschfahrten. Historische Orte und die Natur des Nordschwarzwald sind regelmäßig Kulisse für Improvisationstheater und eigens konzipierte Stücke.

Kontakt: StadtLandKultur e.V. – Eduard-Conz-Str. 20/1 – 75365 Calw – info@stadtlandkultur.de

Spendenkonto: IBAN DE12606630840075162016, Raiffeisenbanken im Kreis Calw eG

Erste Mitgliederversammlung: Toleranz, Verständigung und Miteinander angestrebt

Schwarzwälder Bote; Von Bettina Bausch 08.06.2017 – 19:25 Uhr
 
Kulturinteressierte und kulturschaffende Menschen aus Calw und Umgebung haben den Verein „StadtLandKultur“. gegründet.
Foto: Bausch Foto: Schwarzwälder-Bote

 

Calw. In Calw gibt es einen neuen Verein. Unter dem Dach vom „StadtLandKultur e.V.“ – Netzwerk für gesellschaftliches und kulturelles Miteinander im Landkreis Calw – wollen verschiedene Bürger und Vereinigungen zusammenarbeiten, die sich mit Kulturbefassen. „Personen, Gruppen und Vereine können Mitglieder werden und die Infrastruktur sowie das Netzwerk dieses Vereins nutzen“, sagt Vorstandsmitglied Sybille Körholz.

Zur Festlegung gemeinsamer Ziele haben sich die soziokulturell interessierten Bürger im Calwer Landratsamt getroffen und den Verein aus der Taufe gehoben. In das Programm sollen auch kulturelle Angebote für Flüchtlinge und Seminare für Flüchtlingshelfer aufgenommen werden. Ein wichtiges Anliegen ist in diesem Zusammenhang die Verarbeitung v kriegsbedingter Traumata. Auf diesem Gebiet möchte man besonders den ehrenamtlichen Helfern Hilfestellung geben. Toleranz, Völkerverständigung und friedliches Miteinander werden angestrebt.

Für wichtig halten die Verantwortlichen die Integration von Menschen unterschiedlicher ethnischer, geografischer und sozialer Herkunft. Derzeit hat der junge Verein erst rund 15 Mitglieder. Er arbeitet gemeinnützig und kann daher zur Unterstützung seiner Arbeit auch Spendengelder entgegennehmen.

„Der Satzungszweck wird durch Kultur-Bildungs- und Begegnungsangebote verwirklicht“, heißt es in der neuen Vereinssatzung. Dazu gehören Musikangebote, insbe- sondere Jazz und Klassikkonzerte, Präsentationen der dar- stellenden Kunst, die Pflege der Bildenden Künste, der Literatur sowie Seminare und Workshops. „In Calw gab es bisher keinen solchen Verein, der ein Netzwerk für unterschiedliche kulturelle Aktivitäten ermöglicht hätte“, so Landrats-Vize Frank Wiehe.

Bei dem Treffen wurden schon ganz konkrete Veranstaltungen geplant. Als besonders wichtig wurde dabei die Notwendigkeit gesehen, Begegnungsmöglichkeiten für Menschen unterschiedlicher Kulturen anzubieten.

Besondere Konzerte

Am 1. Juli wird es eine Veranstaltung zum Thema „Traumatherapie“ geben. Am 29. und 30. September wird das zehnjährige Bestehen der beliebten Musikreihe „Jazz am Schießberg“ mit besonderen Konzerten gefeiert. Karin Kriese und Fausto Ruque wollen eine Bläsergruppe für Jugendliche im Alter zwischen zwölf und 18 Jahren ins Leben rufen. „Sie ist für junge Menschen gedacht, die keine Zugangsmöglichkeit zu be- zahltem Musikunterricht haben. Der Unterricht soll durch Patenschaften finanziert werden“, erläutert Kriese.

Die Musikpädagogin und ihr Partner möchten für ihr soziales Projekt, für das es bereits Vorbilder in Venezuela und Ecuador gibt, sowohl einheimische Jugendliche als auch junge Migranten ansprechen. Dazu soll Kontakt mit der Werkrealschule Calw aufgenommen werden.

Der Vorstand des neuen Vereins besteht aus folgenden Personen: Urs Johnen (erster Vorsitzender), Sybille Körholz (zweite Vorsitzende), Rolf Johnen (dritter Vorsitzender) und Lothar Hudy sowie Fausto Ruque (beide Beisitzer).